Über Genf

Internationaler geht es kaum: Genf hat nur etwas mehr als 200.000 Einwohner*innen (von denen knapp die Hälfte nicht aus der Schweiz stammen), beheimatet aber so viele internationale Organisationen wie sonst nur New York! In Genf ist also wortwörtlich die Welt zu Gast und wenn auch du einmal die zweitgrößte Stadt der Schweiz besuchen möchtest, gibt es hier die wichtigsten Infos und Tipps für deinen Trip.

Sehen: Genf hat den größten historischen Stadtkern der Schweiz und es lohnt sich, ihn anzusehen. Highlights in der Altstadt sind die Cathédrale Saint-Pierre und das Collège Calvin, eine der ältesten öffentlichen Schulen der Welt. Das Gebäude, in dem die Oberschule im Jahr 1559 gegründet wurde, steht noch heute und ist mittlerweile durch Erweiterungen aus der Renaissance und aus dem 19. Und 20. Jahrhundert deutlich vergrößert worden. Nur etwa 500 m von der Altstadt entfernt befindet sich außerdem direkt am Genfersee der Englische Garten mit der berühmten Blumenuhr, die mit ihren wechselnden Blumenarrangements nicht nur Blumenliebhaber verzückt, sondern auch mit dem größten Sekundenzeiger der Welt genauestens die Uhrzeit anzeigt. So faszinierend diese riesige Blumenuhr auch ist, umso faszinierender ist es noch wie schnell die Zeit vorbeizieht, wenn du eigentlich nur kurz eine Pause im Garten machen wolltest, um den Blick auf den See zu genießen.

Erleben: Im Sommer finden jährlich die Fêtes de Genève statt, deren Höhepunkt ein großes, mindestens halbstündiges Feuerwerk über dem Genfersee ist, das musikalisch untermalt wird. Ansonsten ist das Fest ein typisches: Es gibt diverse Konzertbühnen, Fahrgeschäfte und vor allem viele Möglichkeiten, bei Essen und Getränken dem bunten Treiben zuzusehen. Wer es etwas ausgefallener mag und den entsprechenden Geldbeutel hat, sollte eventuell im Mai mal bei der wichtigsten europäischen Messe für Geschäfts- und Privatflugzeuge, der EBACE, vorbeischauen.

Genießen: Auf Grund der Internationalität der Stadt lässt sich in Genf (einen gut gefüllten Geldbeutel vorausgesetzt) für jeden Geschmack das passende Restaurant finden. Genfer Spezialitäten sind unter anderem Longeole (Genfer Saucisson), eine Rohwurst aus Fleisch, Speck und Schwarte vom Schwein mit Fenchelaroma, und das artischokenähnliche Gemüse Cardon argenté épineux de Plainpalais (kurz: Cardy). Was warme Gerichte angeht, so stammt die würzige Sauce Café de Paris, die beispielsweise zum Steak angeboten wird und fantastisch schmeckt.

Unser Toptipp:

CERN

Etwas außerhalb der Stadt, direkt an der französisch-schweizerischen Grenze, befindet sich eine der wichtigsten und größten Forschungseinrichtungen der Welt: das CERN. Hier kreisen aktuell regelmäßig Protonen mit annähernder Lichtgeschwindigkeit bei -271°C durch einen 27 km langen unterirdischen Teilchenbeschleuniger um uns die Beschaffenheit der Welt besser verständlich zu machen. Mindestens genau so wichtig ist aber: Am CERN wurde der Grundstein für das heutige Internet gelegt und damit der Grundstein dafür, dass du mit Hilfe von fromAtoB einfach und günstig überall hinkommst! Die kostenlosen geführten Touren und Ausstellungen werfen am Ende zwar vielleicht noch mehr Fragen auf, als sie Antworten geben, sind aber definitiv sehr interessant und lehrreich.

  • Wo: 385 Route de Meyrin, 1217 Meyrin
  • Wann: Montag bis Freitag, 08:00 – 17:45, Samstag 08:30 – 17:15
  • Mehr Infos: Besucher-Website

 

In Genf von A nach B

Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Fortbewegungsmittel in Genf:

  • Der öffentliche Nahverkehr in Genf ist so vielseitig wie die Stadt selbst: Zu den von der Transports publics genevois (TPG) betriebenen Straßenbahnen, Oberleitungsbussen und normalen Bussen kommen (wenn auch eher im Regionalverkehr bedeutend) Schiffe und ab 2019 auch eine S-Bahn. Mit all diesen Optionen gelangst du in Genf immer schnell an dein Ziel. Wenn du in Genf in einem Hotel, Hostel oder auf einem Zeltplatz übernachtest, bekommst du übrigens kostenlos die Geneva Transport Card, mit der der ganze ÖPNV innerhalb der Stadt kostenfrei genutzt werden kann. Ein reguläres Einzelticket kostet ansonsten 3 CHF (ca. 2,60 €).
  • Gerade in der Genfer Innenstadt gibt es viel und teilweise unübersichtlichen Verkehr, durch den es sich mit dem Fahrrad nicht besonders leicht navigieren lässt. Für einen Ausflug ins nahe Gebirge oder entlang des Genfersees oder der Rhone hingegen eignet sich ein Leihfahrrad hervorragend: Die Gegend rund um Genf ist wunderschön und viele Radwege laden zu einer Erkundung ein.
  • Wer Genf mit dem Auto erkunden möchte, sollte etwas Zeit mitbringen und nicht leicht die Nerven verlieren, da es in der Stadt sehr häufig zu Staus kommt. Der Navigationsgerätehersteller TomTom hat für 2017 ausgerechnet, dass jedes Auto in Genf im Durchschnitt 33 Minuten pro Tag im Stau steht – damit führt Genf in diesem unrühmlichen Vergleich alle Schweizer Städte an.

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Nach Genf
mit dem Zug

Aus Deutschland ist Genf leider nicht direkt mit der Bahn zu erreichen, aber dafür aus den wichtigsten Städten der Schweiz. Einzig von Basel aus gibt es keine Direktverbindung nach Genf; wer aus Deutschland mit der Bahn anreisen möchte, sollte also eine Variante über Zürich wählen. Internationale Direktverbindungen nach Genf gibt es aber trotzdem: nämlich aus Marseille, Paris, Mailand und Venedig.

Nach Genf
mit dem Fernbus

Die zentrale Bushaltestelle in Genf liegt ca. 500 m vom Hauptbahnhof entfernt am Place Dorcière. Hier halten Flixbus und Eurolines. Neben der Innenstadt fahren einige Anbieter auch den Flughafen Genf an.

Nach Genf
mit dem Flugzeug

Der Flughafen Genf ist der zweitgrößter der Schweiz und international gut angebunden. Easyjet hat hier eine große Basis und fliegt aus Berlin, Hamburg, München und Wien nach Genf. Dazu kommen Eurowings-Flüge aus Düsseldorf und die Lufthansa verbindet Genf mit ihren Drehkreuzen in München und Frankfurt am Main. Von Wien nach Genf fliegt übrigens auch Austrian Airlines.

Nach Genf
mit der Mitfahrgelegenheit

Mitfahrgelegenheiten aus Deutschland nach Genf gibt es zugegebenermaßen nur selten und wenn dann eher aus dem Süden. Dafür gibt es für Reisende aus Frankreich und der Schweiz umso mehr Mitfahrgelegenheiten nach Genf oder zumindest in die Region um den Genfersee, die mit dem öffentlichen Verkehr sehr gut an Genf angebunden ist.